Haftpflicht, Kasko, Rechtsschutz,  Beistand und Insassen

Haftpflicht

Wer sich mit PKW, Motorrad, Quad, Mofa, Bus oder Traktor auf die Straße begibt, muss sein Fahrzeug in jedem Fall versichern.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung: sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Ohne sie darf kein motorisiertes Fahrzeug auf die Straße. Sie entschädigt die Unfallopfer einschließlich der Mitfahrer des Unfallfahrers bis zur vereinbarten Mindestversicherungssumme.


Kasko

Die Kaskoversicherung gehört beim Auto nicht zu den Pflichtversicherungen. Bevor sich Autofahrer für die Teil- oder Vollkasko entscheiden, sollten sie die Vor- und Nachteile abwägen.

Teilkasko : versichert ihr Fahrzeug gegen folgende Schäden : Brand, Diebstahl, Scheibenbruch, Naturschäden sowie Aufprall von Tieren.

Vollkasko : Zusätzlich zu den vorgenannten Garantien beinhaltet diese Garantie die Schäden verursacht durch einen Unfall. Normalerweise rät man  während den ersten Jahren  eine Vollkasko und danach eine Teilkasko abzuschließen. Im Falle eines Schadenfalls entschädigt die Versicherungsgesellschaft den Kunden in Höhe seines Schadens (festgestellt durch einen Autoexperten in Absprache mit der Reparaturgarage). Bei einem höheren Schaden kann das Fahrzeug als Totalschaden angesehen/gewertet werden. Der Kunde wird laut den Bedingungen seines Vertrages entschädigt, abzüglich einer möglichen Selbstbeteiligung. Die Prämie ist der gewählten Formel angepasst.


Rechtschutz

Im Falle eines Streitfalls aufgrund eines Autounfalls erlaubt Ihnen die Rechtsschutzversicherung sich durch Juristen Ihrer Wahl unterstützen zu lassen.

Im Falle eines Streitfalls aufgrund eines Autounfalls, übernimmt die Versicherungsgesellschaft die Anwalts-, Expertenkosten, die Gerichts- und Prozesskosten falls diese Ihnen obliegen.

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt nicht die zivilen oder die strafrechtlichen Verurteilungen (Geldstrafe, Entschädigungen, …), die Ihnen obliegen könnten.

Diese Garantie erlaubt es Ihnen unter anderem den unerlässlichen Rückgriff bei einem Schadensfall im Ausland oder gegen einen ausländischen Versicherten auszuüben. Dies gilt auch falls die Person, mit der Sie einen Unfall hatten, nicht versichert ist.

Der Umfang dieser Garantie macht sie unentbehrlich.


Beistand

Der Beistand ist 24 Stunden auf 24 Stunden lang an Ihrer Seite, wenn Ihr Fahrzeug einen Unfall oder eine Panne im Ausland oder in Belgien hatte.

Die Gesellschaft übernimmt die Kosten für die Reparatur vor Ort und wenn nötig den Abschleppdienst.

Es bestehen verschiedene Beistandsformeln, je nachdem ob Sie einen jährlichen oder zeitlich begrenzten Vertrag möchten. Vorsicht ist jedoch bei den Basisverträgen geboten, da diese nur eine begrenzte Deckung bieten.

Es ist oft nützlich einen globalen Vertrag vorzusehen.


Insassen

Jede Person, die einen Verkehrsunfall erleidet, wird in der Regel von der Versicherungsgesellschaft des Unfallschuldigen entschädigt, sofern letzterer bekannt ist.

Zu dieser Regel gibt es allerdings einige Ausnahmen:

  • Sie sind der Fahrer eines Fahrzeugs und alleine für den Unfall verantwortlich.
  • Der Unfallschuldige ist unbekannt (Fahrerflucht …).
  • Der Unfallschuldige ist bekannt, aber nicht zahlungsfähig.

Darüber hinaus kann es zu Rechtsstreitigkeiten kommen, die die Auszahlung des Ihnen zustehenden Schadenersatzes hinauszögern.

Mit einer „Verkehrsunfallversicherung“ können Sie derartige Unannehmlichkeiten vermeiden. Dabei werden Sie nach eigener Wahl im Todesfall, bei Invalidität, bei Arbeitsunfähigkeit oder für Behandlungskosten entschädigt.

Sie können Ihre eigene Person, aber auch Ihre Familienmitglieder versichern lassen, ob als Fahrer oder Beifahrer eines Kraftfahrzeugs, als Fußgänger oder Radfahrer für den Fall eines Verkehrsunfalls auf der öffentlichen Straße oder als Benutzer eines öffentlichen Verkehrsmittels. Sie haben dabei jeweils die Wahl zwischen einer Entschädigungspauschale oder einer Entschädigung nach gemeinem Recht (die Entschädigungen für Verkehrsunfallopfer sind hier gesetzlich vorgeschrieben).